Am Mittwoch, den 29. August 2001 lud die SPD-Spandau die berlinparade zum "Spandauer Gespräch". Die Inline-Skater-Debatte sollte auf ein neues, sachliches Niveau gehoben werden.
Anläßlich dieses Gespräches präsentierte die SPD auch ihren neuen Berliner Landesbeschluss vom 28. August 2001. Die SPD hat sich nun auf die Fahnen geschrieben, Skater zu fördern.
Die Berliner Morgenpost verpasste das wichtige Gespräch vom Mittwoch nicht und berichtete am 31. August 2001:
Skater fordern Strecken und eine Halle im Bezirk
Von Silke Leuckfeld
Spandau - Die Enttäuschung war dem SPD-Abgeordneten Thomas Kleineidam anzumerken: «Als wir die Veranstaltung planten, hatten wir die Zusage, dass auch ein Vertreter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung kommt.» Doch nachdem dort bekannt wurde, dass Jürgen Stein von der Sportjugend und Stephan Imm von der Berlinparade ebenfalls auf dem Podium sitzen sollten, erhielt Kleineidam eine telefonische Abfuhr. Als zu skaterfreundlich sei die Zusammensetzung empfunden worden, sagte Kleineidam bei der SPD-Diskussion zum Thema Inline Skates im Ratskeller.
Gescholten wurde die Senatsverwaltung auch für einen Flyer, indem Skaterstrecken aufgeführt sind. «Es ist dennoch ein Anfang», sagte Stephan Imm. Doch lägen die Strecken teilweise sehr weit außerhalb. «Wir haben vier Seiten Vorschläge gefaxt, aber aufgenommen wurden dann nur Strecken, die die Bezirke gemeldet haben», bedauerte Imm. Spandau habe für den Flyer nicht eine Strecke vorgeschlagen.
Jürgen Stein betonte, dass häufig Grundstückseinfahrten gepflastert seien und sehr gefährlich besonders für Anfänger sind. Dies beträfe leider auch die Einfahrt zu den alten Kasernen in Kladow. «Auch Eiskeller ist keine Strecke, auf die man Anfänger lassen kann», sagte Stein. Dafür sei der Zustand des Asphalts zu schlecht. Jochen Liedtke, SPD-Verkehrsexperte schlug vor, dass einige Radwege auch für Skater freigegeben werden sollten. Michael Iwanowski sah diesen Vorschlag kritisch: «Sie sind meist zu schmal.»
Doch nicht nur die Fitness-Skater können ihren Sport kaum im Bezirk ausüben. Jugendliche, die auf Rampen oder in der Halfpipe fahren wollen, haben besonders im Winter Probleme, sagte Christof Helmes vom Kiezsport Spandau: «Ich fahre dann mit Gruppen am Wochenende von Berlin bis nach Hamburg oder Braunschweig.» Thomas Kleineidam schlug als Lösung die Havellandhallen vor: «Sie stehen seit Jahren leer und ein Rampe könnte man dort reinstellen.» Dies müsse aber zunächst mit den Eigentümern abgestimmt werden.
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