Mit der Versammlung verfolgen wir einerseits
bundespolitische als auch landespolitische Ziele. Unsere Forderungen und
Vorschläge sind sowohl kurzfristiger, mittelfristiger als auch langfristiger Natur.
Kurzfristig fordern wir,
... dass zukünftig auf die Verlegung von
Pflastersteinen vor Hauseinfahrten verzichtet wird;
... die Sperrung von attraktiven,
innerstädtischen Straßen am Wochenende für Autos und die Freigabe dieser Straßen
für Fußgänger, Fahrradfahrer, Kickboarder und Skater;
... dass Berlin einen Skaterbeauftragten einsetzt;
... die Freigabe von Schul- und anderen für Skater geeigneten Plätzen für die sportliche Betätigung aber auch zum risikofreien Erlernen des Inlineskating.
Mittelfristig fordern wir,dass der Staat dafür Sorge trägt, dass Inlineskaten für alle (Freizeitskater, Fitnessskater und Skater, die ihre Skates als Fortbewegungsmittel nutzen) sowohl im ländlichen als auch im urbanen Raum leichter wird und die erforderlichen Voraussetzungen dafür schafft. Daher fordern wir...
... die Freigabe zur Benutzung der Fahrbahn
durch Skater in Tempo-30-Zonen;
... die Freigabe von geeigneten Fahrradwegen für
Skater;
... die Befestigung bzw. skatergeeignete Umgestaltung von Parkwegen bzw. in grossen Parkanlagen eigene Freizeitwege für Skater und Kickboarder (z.B. eine Skaterstrecke im Tiergarten wie im New Yorker Central Park);
... dass die Stadtplanung in allen Bereichen auf die Bedürfnisse der Skater Rücksicht nimmt (z.B. Schaffung von skatergeeigneten Fahrbahn- und Wegoberflächen). Dies betrifft insbesondere die Tempo 30-Zonen, die zur Zeit städteplanerisch mit dem Ziel gestaltet werden, den Autoverkehr zu verlangsamen, wodurch völlig skaterungeeignete und gefährliche Fahrbahnoberflächen entstehen.
Langfristig fordern wir,
... die Einführung von „Freizeitstraßen"
(unser Vorschlag). Dies könnten umgewidmete Straßen sein, die zu bestimmten
Tageszeiten und Wochentagen für den Verkehr vollständig gesperrt werden. Die
Freizeitstraßen sollen dazu dienen, den verschiedensten
Freizeitbeschäftigungen nachgehen zu können. Sie sollen ferner der Stadt neue
Lebensqualität verleihen und helfen, die Straße wieder für den Menschen an
sich (und nicht dem Auto) „zurückzuerobern".
Wir regen an,
... das deutsche Straßenverkehrsrecht neu zu
überdenken. Wir befinden uns in einer neuen zeitlichen Entwicklung und müssen
von dem Gedanken wegkommen, dass alle Straßen zu 100% der Zeit und zu 100%
ihrer Verfügbarkeit nur dem Auto zustehen. Die Ansicht, dass die Straßen nur
dem Auto zustehen, ist historisch gesehen eine sehr junge Vorstellung und
mitnichten der Weisheit letzter Schluß.
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