
| CDU-Berlin |
Berlin, 12. Juli 2006 |
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Sehr geehrter Herr Tödter,
wie telefonisch am 19. Juni 2006 zugesagt, schicke ich Ihnen unsere
Position zu den von Ihnen aufgezeigten Problemen und Wünschen der
Inline-Skater. Um eine erfolgreiche und bürgernahe Politik gestalten zu
können, sind wir für Anregungen und Hinweise dankbar. Aufgrund der großen
Zahl von Bürgern, die sich mit Fragen und Vorschlägen derzeit an uns
wenden, bitte ich um Verständnis dafür, dass wir nicht auf jede Anfrage
individuell und detailliert eingehen können. Gerne will ich jedoch einige
grundsätzliche Anmerkungen machen.
Zunächst kann ich Ihnen positiv mitteilen, dass seitens des
Bundesverkehrsministeriums Änderungen beabsichtigt sind, Inline-Skaten
künftig in der Straßenverkehrsordnung als Fortbewegungsmittel anzuerkennen
und damit verbunden auch eine Öffnung von Radwegen und Spielstraßen sowie
für Kfz verbotene Straßen einhergeht. Dieser Schritt war überfällig,
durfte doch bisher mit Inline-Skates nach der Straßenverkehrsordnung nur
auf Bürgersteigen gefahren werden. Eine weitergehende Öffnung kommt aber
auch aus Sicht der CDU, insbesondere aufgrund damit verbundener Gefahren
für die Skater selbst, nicht in Betracht. Beispielhaft verwiesen sei auf
den Forschungsbericht der Bundesanstalt für Straßenwesen zum
Inline-Skaten. Inline-Skater als schwache Verkehrsteilnehmer wären nach
diesen Untersuchungen hochgradig in der Verkehrssicherheit gefährdet.
Beispielsweise wird ein großer Raum auf der Straße beansprucht, Gullis und
Poller stellen besondere Gefahren für Skater dar und bei abschüssigen
Straßen entspricht das Bremsverhalten nicht dem von Fahrzeugen.
Insbesondere aufgrund der lokal sehr unterschiedlich ausgebauten Rad- und
Fußwege kann - gerade auch im Hinblick auf die überwiegend sportliche
Nutzung von Inline-Skates - darüber hinaus keine bundesweit gleichlautende
Regelung erfolgen. Allerdings sollen die örtlichen Straßenverkehrsbehörden
die Möglichkeit erhalten, Inline-Skaten auch auf geeigneten Radwegen und
Fahrbahnen durch ein entsprechendes Zusatzzeichen zuzulassen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen unsere Positionen
näher bringen und wünsche Ihnen und Ihren Mitstreitern weiter viel Spaß
und Freude am Skaten.
Mit freundlichen Grüßen
Frank Niebuhr
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