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Die Berlinparade im Jahr 2009

März 2010 - Von Lutz Matscholl / Andreas Wechenfelder

Auch in diesem Jahr geht die Berlinparade weiter. Das TEAM-Berlinparade ist motiviert um wieder schöne Strecken zu planen und den Berliner Inline-Skatern ein lustvolles demonstrieren zu ermöglichen.  In den Wintermonaten hat das TEAM-Berlinparade die Köpfe zusammengesteckt und darüber hart diskutiert, dem Teilnehmerschwund entgegen zu wirken und über Änderungen nachgedacht.

Am Ostemontag, 13.04.2009 startete die erste Berlinparade des Jahres 2009. Beginnend mit dieser Parade wurden durch uns Hinweise und Anregungen des letzten Jahres umgesetzt. Wir haben das Tempo auf zirka 15 Stundenkilometer reduziert. Die Streckenlänge wird zwischen 20 und 25 Kilometer betragen. Mit diesen Änderungen rollten wir mit unserer Demo für mehr Rechte von Inlineskatern im Straßenverkehr. Das Motto unseres Saisonauftakts: "Skaten in Tempo 30 Zonen". Am 3. April 2009 hat der Bundesrat entschieden, dass wir künftig in besonders gekennzeichneten Abschnitten der 30er Zonen rollen dürfen. Mal abwarten, wo tatsächlich die neuen Schilder aufgestellt werden.
Diese Entscheidung war für uns Ansporn weiterhin für mehr Rechte der Skater zu demonstrieren. Wir fuhren vom Roten Rathaus über die Straße Unter den Linden, Pariser Platz, Straße des 17. Juni, Kurfürstendamm zum Wittenbergplatz. Nach der Kundgebung dort, ging es über den Potsdamer Platz zurück, zum Startplatz am Roten Rathaus. Die Polizei sprach an diesem Ostermontag von 350 Teilnehmern, doch sicherlich lag die Zahl etwas höher. Wir gehen von rund 500 Teilnehmern aus, die uns zum Saisonauftakt unterstützt haben.

Wieder mal vor dem "Alten Stadthaus" startete die Berlinparade am 26.04.2009 mit rund 500 Teilnehmern. Unter dem Motto: "Mehr autofreie Sonntage" zog der Demonstrationszug, über den Potsdamer Platz bis zum Kurfürstendamm. Auf der Zwischenkundgebung vor der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche, wurde die Forderung nach mindestens einem autofreien Sonntag in Berlin ausdrücklich bekräftigt. Angesichts eines gut ausgebauten ÖPNV in Berlin, wäre es möglich autofreien Tag in Berlin durchzuführen. Diese Forderung der Berlinparade wurde von den Teilnehmern, und Passanten unterstützt.

Am Muttertag, den 10.05.2009 haben wir unter der Thematik "Skaten in Parks und Grünanlagen" uns für die Befestigung bzw. skatergeeignete Umgestaltung von Parkwegen bzw. in großen Parkanlagen eigene Freizeitwege für Skater und Kickboarder eingesetzt. Durch die Schaffung und Freigabe solcher Wege besteht die Möglichkeit für Skater auf sicheren Wegen zu trainieren und zu üben. Für diese Forderung rollten wir quer durch die Stadt zum Winterfeldplatz. Nachdem wir dort den anwesenden Passanten unsere Ziele erläutert hatten, ging es mit Sprechchören sowie lauten Pfiffen der Trillerpfeifen wieder zum Roten Rathaus zurück.

Am 24.05.2009 starteten wir wieder einmal hinter dem Roten Rathaus, also am Alten Stadthaus. Wir wollten nun wissen "Wo sind unsere Tempo 30 Zonen?" Nach dem Bundesratsbeschluss vom 3. April 2009 wollten wir das neue Zusatzzeichen suchen. Leider fanden wir keine Straßen an denen dieses Zeichen angebracht war. Umso mehr Auftrag für uns weiter unsere Ziele laut in die Stadt zu rufen. Irgendwann werden wir ein offenes Politikerohr finden. Für die Schaffung von freigegebenen Tempo 30 Zonen für Skater, rollten wir durch Mitte Friedrichshain-Kreuzberg und den Wedding.

Dunkle Wolken am Himmel des 07.06.2009 ließen uns bis zuletzt bangen. Doch der "Skatergott" hatte ein Einsehen und so fuhren wir auf der AVUS der Fahrradsternfahrt entgegen. Durch das schlechte Wetter und der Forderung nach 20 Ordnern waren wir eine sehr gut gesicherte Demo im kleinen Kreise. Zahlenmäßig klein aber laut eroberten wir die Autobahn und bestimmt viele Herzen der uns erst entgegenkommenden und nach unserer Wende neben uns auf der anderen Fahrbahn rollenden Radfahrer. Selbst die Abendschau ließ es sich nicht nehmen, den Bericht zur Fahrradsternfahrt mit einem Bildbericht unserer Demo zu beginnen.



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